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RADIOLOGISCHES NETZWERK RHEINLAND GBR (RNR) überörtliche ärztliche Berufsausübungsgemeinschaft
Der niedergelassene Facharzt:
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klare abgegrenzte Aufgabenbereiche eingerichtet, |
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Kompetenzen gebündelt, |
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Strukturen vereinheitlicht werden können. |
Supermärkte als Vorbild?
Warum ist das Preis- / Leistungsverhältnis der erfolgreichen Supermarktketten so gut? Ein Hauptgrund dürfte die Vereinheitlichung des Produktangebots und die einheitliche Organisationsstruktur der Verkaufsstellen / Filialen sein. Hinzu kommt, dass heute jeder Produzent froh ist, wenn er einen Großabnehmer als Vertragspartner hat, weil dies feste und umfangreiche Abnahmekontingente sichert. In den medizinischen Bereich übertragen heißt das:
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Vereinheitlichung des medizinischen Geräteangebotes sowie der Praxisorganisation und Auslastungsoptimierung |
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Verbesserung der Servicequalität z. B. durch die Bildung von Call Centern |
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Konzentration des Arztes auf die ärztliche Leistung und Entlastung von Verwaltungstätigkeit |
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Schaffung von Praxisstandorten als Zusammenschluss von früheren Einzelpraxen mit definierten Kriterien wie |
Kliniken als Partner
Als Kooperationspartner für Kliniken bietet sich eine solche Struktur vor allem deshalb an, weil ein Krankenhaus erfahrungsgemäß stets einen Partner sucht, der ihm die Sicherheit für ein langfristiges professionelles Engagement geben kann. Dies ist bei einem Verbund mit einer Reihe spezialisierter Fachärzte und einem soliden Finanzgefüge mit hohem Verbundumsatz bei gleichzeitig geringer Gesamtverschuldung zweifelsfrei gegeben.
Aus dem Blickwinkel des einzelnen "Verbundarztes" könnte sich eine Verbundstruktur jedoch auch einmal als nachteilig erweisen, wenn deren Ziel die Vermeidung von Kreditaufnahmen ist. Eine solche Zielsetzung hat zur Folge, dass neue Standorte ihre Anschubfinanzierung aus dem laufenden Cashflow erhalten und nicht über eine Bankenfinanzierung. Hieraus resultieren dann zunächst verminderte Einnahmen der Gesellschafter.
Oftmals lässt sich jedoch nur auf diese Weise Wachstum produzieren, ohne das Risikopotenzial unkalkulierbar zu steigern und damit letztlich die wirtschaftliche Existenz aller zu gefährden. Solche Verbundstrukturen werden bei einer Öffnung der ambulanten Medizinmärkte für Ärzte und Krankenhäuser als erste in der Lage sein, qualitätsgesicherte Medizin zu vertretbaren Preisen anzubieten und Verträge mit den Krankenkassen abzuschließen.
Allerdings wäre es unklug, dies in Eigenregie zu tun, wenn die KV über die notwendigen Personal- und Logistikstrukturen verfügt. Niemand wird die Rolle als Dienstleister zwischen Arzt und Kassen bzw. Politik besser und wirtschaftlicher ausfüllen als die KV. Sie muss es nur wollen. Die KV scheint dies jetzt erkannt zu haben. Der Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der KV Nordrhein sowie die Verwaltung in der Person des Hauptgeschäftsführers haben allen Ärzten die Zusicherung gegeben, Leistungsanbietergemeinschaften und Praxisverbünde von Ärzten nach Kräften zu unterstützen.
Im Übrigen gibt es Spezial-Anwaltskanzleien und Consulting-Firmen, die bei einer Gestaltung behilflich sind. Auch für eine solchen Beratung muss man indes bereit sein, etwas zu investieren. Dies dürfte sich aber ohne weiteres lohnen, da ohne entsprechende Änderungen und Anpassungen viele Praxen nicht mehr überlebensfähig sein werden."
Dr. med Winfried Lessmann
Facharzt für Radiologie und
Mitglied der Vertreterversammlung der KV Nordrhein
Dieser Artikel wurde veröffentlicht in: KVNO AKTUELL online 7/8 2003