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RADIOLOGISCHES NETZWERK RHEINLAND GBR (RNR)

überörtliche ärztliche Berufsausübungsgemeinschaft

 

Präzise Diagnostik im Dienste der Patienten

Neue Wege in der radiologischen Diagnostik, Nuklearmedizin und Strahlentherapie

Knapper werdende finanzielle Mittel im Gesundheitswesen und die stetig wachsenden Investitionen gerade in der Hightech-Medizin haben dazu geführt, dass sich eine Reihe von Praxen für Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie im Raum Köln / Solingen / Duisburg / Aachen zu einem Praxenverbund zusammengeschlossen haben, dem "Radiologischen Netzwerk Rheinland".

Die beteiligten Praxen befinden sich in Leverkusen, Köln-Rodenkirchen, Bensberg, Solingen, Duisburg-Hamborn und Eschweiler. Weitere Partnerpraxen z. B. in Remscheid sind in Vorbereitung.

Ziel dieses Praxenverbundes ist es, den Patienten in den genannten Fachbereichen ein leistungsfähiges medizinisches Angebot zur Verfügung zu stellen. Dieses Ziel wird vornehmlich dadurch erreicht, dass die Verbundärzte durch den Zusammenschluss von ihren ständig zunehmenden administrativen Aufgaben entlastet werden und sich auf diese Weise wieder Freiräume für ihre eigentliche Aufgabe - die Behandlung ihrer Patienten - schaffen. Für deren Versorgung ist auch eine enge Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern wichtig. Dies konnte aufgrund der vielfältigen Vorteile des Verbundes für Verbundärzte und deren Partner von allen Verbundpraxen verwirklicht werden.
Einer der wesentlichsten Vorteile: Die Verbundärzte können sich aufgrund gegenseitiger Unterstützung durch Vertretungen, Beratungen und Erfahrungsaustausch in besonderem Maße fortbilden und spezialisieren. Damit haben sie die Möglichkeit, in einzelnen Spezialbereichen ihres Fachgebiets eine fachliche Kompetenz zu erlangen, wie sie bei der Komplexität der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie sonst nicht zu bewerkstelligen wäre.

Beispiel für eine solche Spezialisierung ist das Mammographiezentrum der Leverkusener Gemeinschaftspraxis. War die Mammographie früher ein kleiner Bereich an jedem radiologischen Untersuchungsort, wird sie heute ausschließlich in den nach dem letzten Stand der Technik ausgestatteten Räumen im Leverkusener Gesundheitshaus von zwei Ärzten der Gemeinschaftspraxis durchgeführt, die sich nur noch auf die Brustdiagnostik konzentrieren. Von ihnen lassen sich jährlich ca. 12.000 Patientinnen untersuchen. Zur Qualitätssicherung wird jede Untersuchung von beiden Ärzten begutachtet. Diese Ärzte bilden darüber hinaus den Kern des Netz-Qualitätszirkels "Mammographie", dem auch die Brustdiagnostik-Spezialisten der Verbundpraxen in Köln, Bensberg, Solingen und Eschweiler angehören.

Auch im Bereich der Schnittbilddiagnostik (Computer- und Kernspintomographie) hat eine Spezialisierung von Radiologen in den jeweiligen Verbundpraxen stattgefunden. Zudem ist es bei diesen Untersuchungen möglich, die Bilder von einer Praxis zur anderen zu schicken, wenn eine zweite Meinung zu einem schwierigen Fall eingeholt werden soll.

Besonderes Merkmal der Strahlentherapie ist die ständige Entwicklung neuer Verfahren, wie z. B. die stereotaktische Bestrahlung von Gehirnläsionen. Da diese Therapieform recht selten ist, hängt ihr erfolgreicher Einsatz maßgeblich von der Erfahrung des Arztes ab. Die kann der Arzt aber nur gewinnen (und behalten), wenn er die Behandlung regelmäßig durchführt. Sie wird deshalb nur in der Strahlentherapiepraxis am Klinikum Solingen angeboten.

Strahlentherapeutische Kooperation der Ärzte des Netzwerkes findet zudem bei der Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs statt. Einer der elf Fachärzte für Strahlentherapie hat sich schon vor zehn Jahren als einer der ersten in Deutschland mit der Prostata-Seed-Implantation beschäftigt. Heute führt er diese Methode, bei der winzige radioaktive Jod-Kapseln in der Prostata abgelegt werden, in beratender Zusammenarbeit mit anderen Strahlentherapeuten des Netzwerks, Urologen und den kooperierenden Krankenhäusern durch.

Außerdem arbeiten die Strahlentherapieärzte des Netzwerkes intensiv mit onkologischen Kliniken und Praxen zusammen, da die Ärzte dieser Einrichtungen eine weitere wichtige Form der Krebsbehandlung, nämlich die Chemotherapie, durchführen. In regelmäßigen so genannten onkologischen Konferenzen ermitteln Strahlentherapeut und Onkologe gemeinsam unter Beteiligung der Ärzte der operativen Fächer und eines Pathologen (der sich mit der feingeweblichen Analyse von Krebserkrankungen beschäftigt) individuell für jeden Patienten das optimale Behandlungskonzept. Schließlich gewährleistet der regelmäßige intensive Austausch der Strahlentherapieärzte des Verbundes untereinander in Qualitätszirkeln, dass die Behandlung ihrer Patienten auf aktuellstem fachlichen Niveau erfolgt.

In der interventionellen Radiologie gibt es heute bei manchen Krankheitsbildern - wie etwa bei Durchblutungsstörungen und Rückenschmerzen - die Möglichkeit, zusätzlich zu einer exakten Diagnosestellung auch eine Therapie anzubieten. So können heute z. B. Durchblutungsstörungen der Beine auf einfachem Weg ohne Kathetereinsatz präzise "geortet" und anschließend je nach Befund verschlossene oder eingeengte Gefäße wieder geöffnet oder erweitert werden. Bei Bandscheibenvorfällen oder Verschleißerscheinungen an den kleinen Wirbelgelenken kann man unter computertomographischer Steuerung ganz gezielt an der Wirbelsäule Medikamente injizieren, wodurch sich die Rückenschmerzen vielfach langfristig beheben lassen.

Zu den Neuentwicklungen in der Nuklearmedizin gehört insbesondere die PET-Untersuchung (Positronen-Emissions-Tomographie), mit deren Hilfe man neue Erkenntnissen bezüglich Diagnostik und Therapie bei neurologischen Fragestellungen oder Tumorerkrankungen erlangen kann. Diese Untersuchung wird wegen der beschriebenen Konzentrationsvorteile wiederum nur in einer Verbundpraxis, nämlich in Leverkusen, durchgeführt.
Telefonisch erreichbar ist das Radiologische Netzwerk Rheinland unter der Service-Nummer 02171 / 727272.

Hier kann sich der Patient einen Termin in der von ihm gewünschten Verbundpraxis bzw. bei einem bestimmten Verbundarzt geben lassen. Er kann aber auch nach dem schnellstmöglichen Termin für eine bestimmte Untersuchung bzw. Behandlung innerhalb des Verbundes oder nach einem Spezialisten für seine Erkrankung fragen. Wartezeiten auf Termine ohne medizinische Dringlichkeit liegen auch für die Kernspintomographie, die Schilddrüsendiagnostik oder die Mammographie unter vier Wochen; Strahlentherapie-Patienten können einen Termin innerhalb einer Woche erhalten. Privat versicherten Patienten werden zusätzliche Termine außerhalb der normalen Sprechstundenzeiten angeboten.

 

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in: MEDIZIN aktuell, 19.02.2005

 

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