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BI-RADS Klassifikation
Im Breast-Imaging-Reporting-and-Data-System (BI-RADS) formuliert das American-College of Radiology (ACR) eine subjektive Einstufung des mammographischen Befundes in 6 bewertende Kategorien, die in der Literatur kurz als BI-RADS 0-5 bezeichnet werden.
Durch die Kategorisierung wird einerseits eine Abschätzung des Karzinomrisikos vorgenommen, andererseits leitet sich aus ihr das weitere Procedere ab. Die Einschätzung zu einer bestimmten BI-RADS-Kategorie erfolgt subjektiv durch den jeweiligen Untersucher. Diesem bietet das System die Möglichkeit, seine mammographischen Fähigkeiten retrospektiv zu überprüfen, da sich die Quote maligner Befunde für jede BI-RADS-Kategorie innerhalb definierter Grenzen bewegt
( 0= unklar, 1 und 2=0%, 3= 1-3%, 4= 20-30%, 5= ca. 90%).
Die Systematik der BI-RADS Einteilung unterscheidet zwischen Herdbefunden, Verkalkungen, Architekturstörungen, und speziellen Befunden (z.B. tubuläre Verdichtungen, intramammäre Lymphknoten und Asymmetrien des Drüsenparenchyms)
Die BI-RADS-Kategorien im Einzelnen:
Kategorie 0
Diese Kategorie bedeutet, dass die Diagnostik unvollständig ist und eine Komplettierung der Diagnostik z.B. durch Zielaufnahmen, Vergrößerungsaufnahmen, Ultraschall, Kernspintomographie etc. erforderlich ist.
Kategorie 1
bedeutet kein krankhafter Befund. Die Brüste sind symmetrisch und ohne Herdbefunde, Architekturstörungen oder suspekte Verkalkungen abgebildet. Eine Kontrolle ist nicht erforderlich.
Kategorie 2
Hierbei handelt es sich um Mammogramme mit sicher benignen Befunden. Hier werden kalzifizierte Fibroadenome, multiple sekretorische Adenose-Verkalkungen (u.a. Kalkmilchzysten), fetthaltige Läsionen wie Ölzysten, Lipome, Galaktozelen oder Hamartome mit charakteristischem Aussehen beschrieben. Zu dieser Kategorie gehören auch Beschreibungen der intramammären Lymphknoten, Implantate etc.. In dieser Kategorie sind maligne Prozesse ausgeschlossen und keine weiteren Kontrollen
erforderlich.
Kategorie 3
Wahrscheinlich benigner Befund. Kontrollen erforderlich. In diese Kategorie gehören Befunde mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Benignität. Eine weitere Kontrolle sollte die Wahrscheinlichkeit auf Benignität erhärten, andererseits kann eine beginnende Malignität vorliegen ( in Situ-Karzinom, uncharakteristische Mikroverkalkungen).
In der Regel sind Kontrollen in 6 Monaten durchzuführen.
Nur in Ausnahmefällen sollten kürzere Intervalle erfolgen.
Kategorie 4
Hier sind unklare, wahrscheinlich maligne Befunde einzuordnen, die der Biopsie bedürfen. Diese Befunde haben keine charakteristische Morphologie eines Brustkrebses, aber sie erfordern eine definitive histologische Abklärung (perkutane Biopsie/ offene Biopsie)
Kategorie 5
Hierzu gehören malignomtypische Befunde die einer adäquaten Therapie (OP/Strahlentherapie/Chemotherapie) bedürfen..
Weitere Informationen zu diesem Thema:
BI-RADS Klassifikation
Brust-Diagnostik
Brustkrebs Diagnose ohne Schrecken
Brustkrebs-Risiko
Kurative Mammographie (Mammographie bei Krebsverdacht)
Mamma-MRT (Kernspintomographie)
Mammographie
Mammographie als Vorsorgeuntersuchung
Sonographie (Ultraschall)
Unsere Informatiosbroschüre zum Thema: »Brust-Diagnostik«
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