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Gefäßuntersuchungen


DSA
DSA der Beckenschlagadern

Das gebräuchlichste Verfahren zur Untersuchung von Gefäßerkrankungen stellt derzeit die Digitale Substraktions-Angiographie (DSA) dar. Bei dieser Untersuchung werden computertechnisch wichtige von unwichtigen Gewebestrukturen getrennt (»subtrahiert«), so daß lediglich die interessierenden Gefäße sichtbar bleiben.
Vorteile dieses Verfahrens sind neben einer Einsparung der Strahlendosis vor allem eine erhöhte Bildqualität, insbesondere bei der Darstellung von kleinsten Gefäßen. Gleichzeitg wird im Vergleich zu früheren Untersuchungen deutlich weniger Kontrastmittel benötigt.
Bei einer DSA wird ein etwa 1,5 mm dünner Katheterschlauch über eine Leisten- oder Armarterie in das Gefäß vorgeschoben. Hierfür ist lediglich eine örtliche Betäubung nötig. Das Vorschieben des Katheters ist völlig schmerzfrei. Nachdem die richtige Lage des Katheters im Röntgendurchleuchtungsbild kontrolliert wurde, fertigen wir Serienaufnahmen unter Einspritzung des Kontrastmittels an. Je nach untersuchter Körperregion sind bis zu 6 Aufnahmeserien erforderlich. Bei speziellen Fragestellungen müssen entsprechende Zusatzaufnahmen erstellt werden. Am Ende der Untersuchung wird der Katheter aus dem Gefäß gezogen und ein Druckverband um die Einstichstelle angelegt. Anschließend bleibt der Patient noch etwa eine Stunde unter unserer Beobachtung, damit wir die notwendige Überprüfung der Punktionsstelle vornehmen können. Er sollte sich nach der Untersuchung z.B. von einem Taxi abholen lassen, da er aus versicherungstechnischen Gründen an diesem Tag seinen eigenen PKW nicht benutzen darf. Die Gesamtaufenthaltsdauer in unseren Untersuchungs- und Behandlungsstätten wird in der Regel 2 Stunden nicht überschreiten.

Oberschenkelschlagader
Einengung der Oberschenkelschlagader.

Hauptgründe für eine Gefäßuntersuchung sind Durchblutungsstörungen der Beine (Schaufensterkrankheit), der Hände, der Nieren (häufig Ursache für Bluthochdruck) oder der Halsschlagader. Gelegentlich wird eine DSA bei Verdacht auf Gefäßmißbildungen oder Gefäßaussackungen durchgeführt.
Ist bei einer Durchblutungsstörung eine DSA-Untersuchung erfolgt, läßt sich anhand der Untersuchungsbilder beurteilen, ob eine medikamentöse (durchblutungsfördernde), operative (z.B. Bypass-Operation) oder interventionelle radiologische Therapie in Betracht kommt. Welche dieser Therapien letztlich das für den Patienten am besten geeignete Verfahren darstellt, hängt jedoch auch vom konkreten Beschwerdebild ab. Dieses wird in jedem Fall in die Therapieentscheidung mit einbezogen.

Weitere Informationen zu diesem Thema:
Gefäß-Durchblutungsstörungen
Gefäßerkrankungen
Gefäßuntersuchung
Varikozele

 

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