|
Kardio MRT – Die Vitalitätsprüfung
Jede medizinische Untersuchung sollte Wegweiser für das therapeutische Vorgehen sein. Am besten ist das Verfahren, das die aussagekräftigsten Ergebnisse liefert und dabei die geringsten Nebenwirkungen aufweist. Die Kardio-MRT ist ein solches Verfahren. Es kommt ohne Katheter und ohne Röntgenstrahlen aus, kann aber trotzdem eine Vielzahl von Fragen klar beantworten. Im Beispielfall zeigt die Bewegungsstudie (rechte Abbildungen) – lediglich im bewegten Film erkennbar – funktionell gestörte Areale in der gesamten Vorderwand und an der Herzspitze. Der ursächliche Hintergrund bleibt in der Filmsequenz allein unklar. Hier hilft die Kontrastmittelgabe weiter: Beim Herzinfarkt wird abgestorbenes Herzmuskelgewebe durch eine Narbe ersetzt. Diese nimmt im Gegensatz zu lebendem Muskelgewebe Kontrastmittel auf und stellt sich im Bild hell dar. In der Kontrastmittelstudie (Abb. 3) lässt sich bei diesem Patienten eine kleine Infarktnarbe nur in der oberen Vorderwand nachweisen. Eine fehlende Kontrastmittelaufnahme in den übrigen Abschnitten beweist die Vitalität dieser Muskelabschnitte trotz erheblicher funktioneller Beeinträchtigung.
Bei dem Patienten dieser Abbildungen zeigt das Funktionsbild in der Anspannungsphase eine unbewegliche, abgerundete Herzspitze (siehe Pfeile), die übrigen Herzabschnitte arbeiten völlig normal. Nach Kontrastmittel färbt sich an der Herzspitze eine umgreifende dicke Infarktnarbe an, überlebendes Herzmuskelgewebe scheint in diesem Gebiet nicht mehr vorzuliegen. Eine Bypassoperation oder eine Ballondehnung könnte die Situation an der Herzspitze in diesem Falle nicht positiv verändern, während hierdurch für den dargestellten Fall auf der gegenüberliegenden Seite ein erheblicher Gewinn zu erwarten wäre. Das geschwächte unterdurchblutete Herzmuskelgewebe – ohne nachweisbare Infarktnarbe – wird sich nach einem operativen Eingriff im Regelfall weitgehend erholen, so dass eine Normalisierung der Belastbarkeit erwartet werden kann. Die MRT ist bei derartigen Fällen für Patient und Arzt richtungsweisend beim Behandlungsvorgehen.
Weitere Informationen zu diesem Thema: Unsere Informatiosbroschüre zum Thema:
|
||||||||||||||||||