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Strahlentherapie bei gutartigen schmerzhaften
Gelenk- und Weichteilerkrankungen


TennisspielerinViele Patienten mit chronischen Gelenk- oder Weichteilerkrankungen leiden trotz intensiver Behandlung an starken Schmerzen und empfindlichen Bewegungseinschränkungen. Mit physikalischer Therapie, der zeitweiligen Ruhigstellung der betroffenen Körperregion sowie lokalen oder systemischen medikamentösen Therapien wurden hier vielfach keine befriedigenden Ergebnisse erzielt. Die herkömmlichen Therapiemöglichkeiten sind damit jedoch weitgehend erschöpft. Nicht selten müssen deshalb sogar Umschulungsmaßnahmen oder Berentungsverfahren in Erwägung gezogen werden. Für diese Patienten besteht aber begründete Hoffnung auf komplette oder nahezu vollständige Schmerzlinderung. Damit verbunden kann vielfach eine wesentliche Verbesserung der Bewegungsmöglichkeiten erreicht werden. Das ist das Resultat unserer Erfahrungen und vieler klinischer Studien, die sich mit dem Einsatz niedrig dosierter Strahlen zur örtlichen Schmerzbekämpfung befassen.

Fußgelenk    


Röntgenaufnahme des Fußgelenks
mit schmerzhaftem Fersensporn.

Die schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung niedrig dosierter Röntgenstrahlen ist in der Vergangenheit immer wieder festgestellt und nachgewiesen worden. Die Zahlen der Studien sprechen für sich: Über völlige Schmerzfreiheit oder eine wesentliche Verbesserung ihres Zustandes nach einer Therapie mit niedrig dosierten Strahlen berichteten
• 82% der Patienten mit Schmerzen im Schulterweichteil-Bereich
• 80% der Patienten mit Schmerzen im Ellenbogen- bzw. Unterarm-Bereich
• 64% der Patienten mit Kniearthrose
• 97% der Patienten mit Fersensporn
• 60% der Patienten mit Schulterarthrose
• 86% der Patienten mit Hüftarthrose
• 50% der Patienten mit Daumenarthrose.

Bei allen Patienten waren im Vorfeld die »konventionellen« Therapieverfahren ohne Erfolg angewandt worden.

Zu der hier beschriebenen Strahlentherapie überweist Sie in der Regel der behandelnde Orthopäde, Chirurg oder Allgemeinmediziner. Dabei kommt es darauf an, mit der Therapie möglichst frühzeitig zu beginnen: nämlich sobald absehbar ist, dass die anderen Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg haben. Auf jeden Fall sollte die Strahlentherapie eingesetzt werden, bevor über Umschulungen oder Berentungen entschieden wird.

Linearbeschleuniger
Behandlung mit einem Linearbeschleuniger.

Das vorgestellte Behandlungsverfahren ist für den Patienten nicht belastend, die Risiken sind äußerst gering. Akute oder chronische Reaktionen sind bisher nicht beobachtet worden. Ein Zusammenhang zwischen einer Behandlung mit niedrig dosierten Strahlen und einer späteren Krebserkrankung ist medizinisch nicht nachgewiesen und kann jedenfalls bei Patienten jenseits des 40. Lebensjahres praktisch ausgeschlossen werden.


Bestrahlungsgerät
   


Behandlung mit einem herkömmlichen Röntgenbestrahlungsgerät.

 

Die Therapie mit niedrig dosierten Strahlen erstreckt sich in der Regel über einen Zeitraum von 3 Wochen. Insgesamt finden 6 Bestrahlungssitzungen statt, die jeweils eine Minute dauern. Bestehen danach noch Restbeschwerden, wird die Therapie nach 6–8 Wochen wiederholt.
Im Laufe der Behandlung kommt es oftmals kurzfristig zu einer Schmerzintensivierung, die allerdings als positives Zeichen zu werten ist. Denn meist schließt sich hieran sofort eine spürbare Besserung an, die bis hin zur völligen Schmerzfreiheit gehen kann.
Mit dem Rückgang der Schmerzen ist in der Regel auch ein deutlicher Rückgang der Bewegungseinschränkungen verbunden; nicht selten lässt sich sogar die volle Funktionsfähigkeit wiederherstellen.

 

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