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Nuklearmedizinische Therapie – Radiojod-Therapie


Im Gegensatz zu den diagnostischen Verfahren, bei denen nahezu ausschließlich Technetium-99m eingesetzt wird, finden bei nuklearmedizinischen Therapieverfahren sogenannte »Beta-Strahler« Verwendung. Diese Isotope haben auf eine Distanz von wenigen Millimetern eine geweberückbildende Wirkung. Deshalb läßt sich mit ihnen »unblutig«, d.h. ohne operativen Eingriff, eine gezielte Auflösung erkrankten Gewebes vornehmen.

Die am häufigsten angewendete nuklearmedizinische Therapieform ist die sogenannte Radiojod-Therapie. Sie nutzt die Jodspeicherfähigkeit der Schilddrüse, indem oral aufgenommenes Jod-131 zur Behandlung von Überfunktionen bzw. Knoten oder auch bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse eingesetzt wird. Da sich das Jod nahezu ausschließlich in der Schilddrüse einlagert, wo es bis zu seinem baldigen Zerfall gespeichert wird, kann auch die Radiojod-Therapie – ebenso wie die oben beschriebenen diagnostischen Verfahren – unter weitestgehender Schonung der übrigen Organe bzw. des übrigen Körpers mit entsprechend geringer Strahlenbelastung erfolgen. Die Radiojod Therapie darf gegenwärtig zwar nur in nuklearmedizinischen Krankenhaus-Abteilungen durchgeführt werden. Die Frage jedoch, ob sie angezeigt ist, bildet einen Schwerpunkt unserer nuklearmedizinischen Schilddrüsendiagnostik.

 

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