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Schilddrüsenszintigraphie


Gamma-Kamera
Gamma-Kamera

Intravenöse Injektion von ca. 40 MBq 99m-Technetium, 15 Min. später Aufnahme von ca. 5 Min. Dauer.

Die szintigraphische Untersuchung der Schilddrüse erfolgt unter Verwendung des in der Nuklearmedizin am häufigsten benutzen Stoffes, nämlich des Isotops Technetium-99m. Dieses Isotop verhält sich sehr ähnlich wie das von der Schilddrüse zur Hormonproduktion benötigte Jod und bringt darüber hinaus nur eine geringe Strahlenbelastung für den Organismus mit sich.
Die Untersuchung beginnt mit der Injektion des Technetiums in eine Armvene, von der aus es über den Blutkreislauf binnen etwa 15 Minuten in die Schilddrüse gelangt. Die dort von dem Technetium ausgesandte Gamma-Strahlung wird mittels einer sogenannten Gamma-Kamera aufgezeichnet und ergibt so eine Darstellung der Schilddrüse. Dieses Bild läßt nicht nur Rückschlüsse auf die Funktion der Schilddrüse selbst zu, sondern auch auf die Funktion des komplexen Regelkreises der Schilddrüse mit Gehirn, Hirnanhangdrüse und Körperperipherie.

trans normal heisser Knoten kalter Knoten
»normale Schilddrüse« autonomes Adenom (»heißer Knoten«) »kalter Knoten«

Eine solche Szintigraphie ermöglicht in Verbindung mit der Sonographie (Ultraschall-Untersuchung) der Schilddrüse zur Beurteilung der Gewebestruktur sowie mit der Bestimmung der Schilddrüsenparameter im Blut eine zuverlässige Beurteilung, ob eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt oder nicht. Auch über die Funktion sogenannter Knoten der Schilddrüse lassen sich mittels der Szintigraphie wichtige Erkenntnisse gewinnen. Grundsätzlich gilt zwar, daß Knoten nur zu einem sehr geringen Teil bösartig sind; diese Frage muß aber bei einem sich aufgrund der szintigraphischen Untersuchung ergebenden Verdacht ggf. noch durch eine Feinnadelpunktion weiter abgeklärt werden. Dabei hilft die Punktion nicht nur bei der Entscheidung, ob eine Operation erforderlich ist oder nicht. Sie liefert oftmals wertvolle Informationen über die im konkreten Fall optimale operative Vorgehensweise.
Die Schilddrüsenszintigraphie stellt sich mithin als eine Untersuchung dar, die für sich genommen in aller Regel noch keine abschließende Diagnose erlaubt. Sie ist hierfür jedoch nahezu unverzichtbare Voraussetzung. Die Szintigraphie hat somit maßgeblichen Anteil an der Feststellung von Schilddrüsenerkrankungen. Diese äußern sich häufig in einer Über- oder Unterfunktion des Organs und können nachhaltige negative Veränderungen des gesamten körpereigenen Stoffwechsels zur Folge haben, so daß in der Regel deren rasche Behandlung notwendig ist.

 

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