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Strahlentherapie Begleiterscheinungen
Wie bei jeder wirksamen Therapie müssen Sie auch bei der Strahlenbehandlung mit unangenehmen Begleiterscheinungen rechnen. Eventuelle negative Auswirkungen der Bestrahlung halten oft einige Tage über das Ende der Therapie hinaus an und können sich sogar noch einmal verstärken. Innerhalb der nächsten 3 Monate klingen sie jedoch normalerweise nahezu vollständig ab. Im Detail hängt dies nicht nur vom bestrahlten Körperareal ab, sondern ist auch von Patient
zu Patient unterschiedlich. Jeder Mensch reagiert anders, und oft wird die Therapie besser vertragen als allgemein angenommen. Trotzdem sollten Sie uns sofort ansprechen, wenn Sie an Ihrem Körper Veränderungen bemerken, die für Sie Grund zur Sorge sind.
Mögliche Begleiterscheinungen der Strahlentherapie
Die folgende Zusammenstellung möglicher Begleiterscheinungen der Strahlentherapie ist keineswegs allgemeingültig. Sie soll Ihnen lediglich eine Vorstellung davon vermitteln, inwieweit Sie mit Beeinträchtigungen rechnen müssen. Konkrete Einzelheiten und Verhaltensmaßnahmen werden wir mit Ihnen noch ausführlich vor Beginn der Behandlung besprechen.
Normale und unvermeidliche Nebenwirkungen einer Bestrahlung im Bereich des Kopfes sind leichte Haut-reizungen. Liegt das Bestrahlungsfeld im behaarten Bereich, kann es an der Stelle mit der höchsten Strahleneinwirkung zu Haarausfall kommen.
Auch bei Bestrahlung der Brust zeigen manche Patientinnen Hautreaktionen. Die Haut ist dann im bestrahlten Gebiet rot und gereizt. Im Bereich der Brustwarze und in der Falte unter der Brust kann die Haut auch nässen. Auf einengende BHs und Kunstfasern sollten Sie deshalb für die Dauer der Therapie verzichten. Wichtig ist zudem, daß Sie die nässenden Stellen ausschließlich mit einem speziellen Puder pflegen, das wir Ihnen empfehlen.
Durch die Bestrahlung einzelner Bereiche des Rumpfes zum Beispiel nach Erkrankung der Lunge oder anderer innerer Organe können Verdauungsprobleme, Schluckbeschwerden oder Schleimhautreizungen auftreten, so daß eine entsprechende Anpassung der Ernährung erforderlich ist. Um Hautreizungen zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen auch hier lockere Kleidung.
Bei Bestrahlung des Unterleibs können neben Hautreizungen Probleme an Blase und Darm entstehen. Durch entsprechende Ernährungsumstellung können Sie dem jedoch entgegenwirken. Vermeiden Sie vor allen Dingen scharfe und säurehaltige Lebensmittel.
Unabhängig vom bestrahlten Körperbereich sollten Sie sich darauf einstellen, daß Ihre allgemeine
Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit im Verlauf der Strahlentherapie leicht abnimmt. Dieser sogenannte »Strahlenkater« setzt etwa ab der 10. Bestrahlung ein und erreicht etwa 34 Tage nach Abschluß der Therapie seinen Höhepunkt. 23 Wochen später hat sich der Zustand meist wieder normalisiert.
Unbegründete Ängste
Die häufigsten Ängste der Patienten und deren Angehörigen vor der Strahlentherapie betreffen keineswegs die oben genannten möglichen Begleiterscheinungen, sondern resultieren vielfach aus negativen Klischeevorstellungen, die sich bereits seit Jahrzehnten hartnäckig in der Öffentlichkeit halten. So wird zum Beispiel von vielen Patienten die Befürchtung geäußert, daß die Strahlentherapie möglicherweise selbst Krebs auslöst. Wir
können Ihnen jedoch versichern, daß diese Gefahr bei der zur Therapie gebräuchlichen Strahlendosis gering ist. So liegt das Risiko, 10-30 Jahre nach einer Strahlentherapie an einem Zweittumor zu erkranken, lediglich im Promillebereich.
Auch können wir mit Bestimmtheit ausschließen, daß Sie durch die Strahlenbehandlung selbst Strahlen abgeben und dadurch zu einer Gefahr für Ihr Umfeld werden. Bei der Strahlentherapie nimmt der Körper keinerlei radioaktive Substanzen auf, so daß Sie ohne jegliche Bedenken direkt nach der Behandlung zum Beispiel ein Kind auf den Arm nehmen können.
Weitere Informationen zu diesem Thema:
Strahlentherapie - Allgemeines
Strahlentherapie - Grundlagen
Strahlentherapie - Ablauf
Strahlentherapie - Wirkung
Während der Strahlentherapie
Strahlentherapie - Begleiterscheinungen
Tumore
Bestrahlung
Chirurgische Eingriffe
Chemotherapie
Alternative Therapien
Onkologie
Unsere Informatiosbroschüre zum Thema:
»Moderne Strahlentherapie«
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