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Strahlentherapie Wirkung auf das Tumorgewebe
Bösartige Geschwulste entstehen durch unkontrollierte Teilung der veränderten Zellen. Bevor es jedoch zu einer Teilung kommen kann, muß die Zelle zunächst eine Kopie ihres Erbgutes, der sogenannten DNS, anfertigen und an die neu entstehende Zelle weitergeben.
Genau in diesen Prozeß greift die Strahlentherapie ein. Sie verändert die Struktur der im Zellkern enthaltenen DNS derart, daß die Zelle ihre Fähigkeit zur Teilung verliert und schließlich abstirbt. Dabei macht sich die Medizin das zelleigene Reparatursystem zunutze, ohne das ein ausgewogenes Nutzen-Risiko-Verhältnis kaum zu erzielen wäre: Jede Zelle verfügt für den Fall ihrer Schädigung über die Fähigkeit, defekte Stellen zu
ersetzen oder den Teilungsprozeß zu beschleunigen. Dieses Reparatursystem ist aber in Tumorzellen sehr viel schwächer ausgeprägt als in anderen Zellen, so daß die Bestrahlung auf das Tumorgewebe eine größere Wirkung hat als auf das angrenzende gesunde Gewebe: Während sich die intakten Zellen allmählich wieder regenerieren, werden die erkrankten Zellen im Laufe der Behandlung immer mehr geschwächt und schließlich zerstört.
Die bis zur Vernichtung der Tumorzellen erforderliche Strahlendosis ist individuell unterschiedlich. Sie wird für jeden Patienten genau berechnet und liegt meist zwischen 40 und 70 Gray (Gray ist die Maßeinheit für die Strahlendosis.). Abhängig von verschiedenen weiteren individuellen Faktoren wird diese Dosis auf eine bestimmte Anzahl von Einzelsitzungen umgelegt. Diese Verteilung nennt man auch Fraktionierung. Dabei gilt: je größer die Anzahl der Einzelbestrahlungen,
desto besser wird die Therapie vertragen.
Weitere Informationen zu diesem Thema:
Strahlentherapie - Allgemeines
Strahlentherapie - Grundlagen
Strahlentherapie - Ablauf
Strahlentherapie - Wirkung
Während der Strahlentherapie
Strahlentherapie - Begleiterscheinungen
Tumore
Bestrahlung
Chirurgische Eingriffe
Chemotherapie
Alternative Therapien
Onkologie
Unsere Informatiosbroschüre zum Thema:
»Moderne Strahlentherapie«
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